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Muss Das denn sein?

Diese Frage habe ich im letzten Jahr zu Genüge gestellt bekommen…..

…..aber warum?
Ok, ich habe nur ein Bein und laufe mit Gehstützen Berge hoch. Aber ich bin der Meinung:
„Das Muss sein!“
Nach einer längeren Krankheitsphase, bin ich höchst motiviert und auf der Suche nach Heraus- forderungen.
Dank eines wochenlangen Aufenthalts in der Fach- klinik Enzensberg in Hopfen am See, in der Nähe von Füssen, konnte ich sehr viel Zeit mit Wandern verbringen. Aber warum nur auf geraden, etwas langweiligen Waldwegen?
Das Gebirbe hat mich schon sehr lange in den Bann gezogen. Wunderschöne Langschaft, präch-

tiges Gebirge, rauschende Gebirgsbäche, Ruhe, all dies fasziniert mich.
So ist auch die Idee für mein Projekt entstanden: Einbeinig mit Gehstützen über die Alpen.

So viel ich weiß, hat dies noch niemand versucht. Lediglich Bruno Wintersteller hat im Jahre 1865 einbeinig den Gipfel des Matterhorns bestiegen.

Ich will die Herausforderung, die ich mir selbst auferlegt habe annehmen und im August 2015 mit einer befreundeten Ärztin und einem Bergführer von Füssen bis Meran laufen.

Es soll alles mit Gehstützen gelaufen werden. auch will ich größtenteils auf Bergbahnen verzichten.

 

Muss Das denn sein?
Klar, Vorbereitung ist das A und O eines solchen Vorhabens

Auf die Vorbereitung lege ich sehr viel Wert, da ich denke, dass dies besonders wichtig ist. Da ich im Sport sehr vielseitig bin, nutze ich auch alles aus.

Meine Sportarten sind:

Klettern, Reiten, Luftgewehrschiessen, Schwimmen, Kraftsport. All dies kann ich nutzen um mich fit für die Alpenüberquerung zu machen.

Dies will ich Ihnen näher erläutern:

Klettern bereitet mich in Kraft, Ausdauer, Zielsetzung und Durchbeisungsvermögen vor. Ebenso ist es wichtig um bei der Überquerung Klettersteige zu

absolvieren.

Reiten ist der perfekte Ausgleich dazu. Es macht den Kopf frei und trainiert die Ausdauer.

Beim Schwimmen kann ich mich auspowern und ist ein optimales Training wenn das Wetter nicht mit- spielt.

Die richtige Balance dazu ist das Schießen. Man kommt herunter, ist extrem konzentriert und bringt den Körper in eine Art Ruhezustand.

Dies alles denke ich ist ein rundum ausgewogenes Trainingsprogramm.

 

Ist eine solche Belastung sinnvoll?

Sport und Höchstleistung haben mich schon von frü- hen Kindesbeinen an begeistert. Dazu kommt, dass es für mich das Größte ist, in der Natur Sport zu machen. Die Berge sind was ganz besonderes für mich. Dort kann ich neue Energie tanken und irgendwie erden sie mich.

Dennoch suche ich immer wieder neue Herausforde- rungen, die mich neu antreiben.
Mit diesem Projekt, will ich einerseits wissen, ob ich mit Hilfe von guter Vorbereitung ein solches Großprojekt stemmen kann.

Andererseits will ich aber auch vielen Menschen mit Handycap neuen Mut machen, dass es immer weiter geht und man sich auch große Ziele vornehmen und sie erreichen kann.

Komme ich nun zu der Frage, ob es sinnvoll ist mit

Krücken eine solche Tour zu absolvieren.

Diese Frage finde ich sehr schwierig und kritisch. Ich kann nur für mich sagen, dass ich es sinnvoll finde. Warum sollte man das nicht machen nur weil man mit Gehstützen unterwegs ist?

Ich bin mir im Klaren, dass dieser Weg nicht der einfachste wird, den ich gehen werde. Ich denke es er- warten mich viele nicht vorhersehbare Dinge und Herausforderungen, aber gerade Das reizt mich.

Ich denke aber auch, man muss seine Grenzen kennen und sich selbst gut einschätzen können.

Der Weg wird auf jeden Fall eine positive Veränderung in mir hervorrufen und ich freue mich ihn mit meiner Freundin und dem Bergführer zu gehen.